Von der Abschlussarbeit zum Produkt: Wie Robert-Jan bei EVTools den Unterschied macht

Wir bei EVTools glauben, dass hinter jeder Software Menschen stehen. Menschen mit Ideen, Neugier und Leidenschaft. Deshalb starten wir eine neue Reihe, in der wir die Gesichter hinter EVTools vorstellen. Den Anfang macht Robert-Jan Schutte, der bei uns mit seinem Abschlussprojekt angefangen hat und seit kurzem als Vollzeit-Softwareentwickler tätig ist.

Der Hintergrund und die technische Kreativität von Robert-Jan

Robert-Jan (24) lebt in Den Haag und ist seit seiner Kindheit von Technik fasziniert. „Mein Vater hat mich früher auf seine Schultern gesetzt, während er am Computer saß“, erzählt er. „Seitdem beschäftige ich mich ständig mit Technologie.“ Diese Neugierde zeigt sich nicht nur in der Software. In seiner Freizeit baut Robert-Jan 3D-Drucker, entwirft und druckt Teile und lötet sogar seine eigene Tastatur zusammen. „Mein Schreibtisch ist ein organisiertes Chaos voller Projekte“, sagt er lachend.

Diese Leidenschaft führte zu einem Studium der Technischen Informatik an der Hochschule Rotterdam. Dort tauchte er tief in die Welt der Programmiersprachen wie Python, Java und Haskell ein, aber auch in Datenbanken, Elektronik und sogar Robotik. „Das Studium bot mir alles Mögliche, aber immer praxisorientiert. Die Theorie wurde sofort in Projekten für echte Unternehmen angewendet. Das fand ich die schönste Art zu lernen.“

Eine Leidenschaft für Elektroautos
Sein Interesse an Elektrofahrzeugen begann schon früh. „In der Mittelschule schrieb ich einen Bericht über Tesla. Mein Vater fährt schon seit Jahren Elektroautos, daher habe ich die Entwicklung des Ladenetzes aus nächster Nähe miterlebt.“ Als es an der Zeit war, einen Praktikumsplatz für meinen Abschluss zu suchen, schien EVTools die perfekte Wahl zu sein. „Ich wollte zum Ausbau dieses Ladenetzes beitragen. Und hier bot sich die Gelegenheit, den Prozess einfacher und intelligenter zu gestalten.“

Über seinen Vater kam er mit Jeroen, einem der EVTools-Teammitglieder, in Kontakt, und so kam der Ball ins Rollen. „Wir unterhielten uns über mögliche Aufträge. Es gab bereits die Idee, die Installation von Ladestationen zu automatisieren, und das schien mir eine schöne Herausforderung zu sein.“

Der Algorithmus: smarter planen, weniger Arbeit 

Robert-Jan tauchte in die Welt der Daten, Kartenschichten und Algorithmen ein. Seine Abschlussarbeit: ein System zu entwickeln, das automatisch die geeignetsten Standorte für neue Ladestationen vorschlägt.

„Die Installation von Ladestationen kostet derzeit viel Zeit und Geld“, erklärt er. „Mein Algorithmus filtert anhand von Kartendaten sofort einen Großteil der geeigneten Parkplätze heraus. Dadurch muss man als Mensch viel weniger Standorte überprüfen.“

Er begann mit einer soliden Grundlage, ohne sofort alles mit KI zu lösen. „KI ist leistungsstark, aber nicht immer notwendig. Zunächst musste der Algorithmus in der Lage sein, die „Grundregeln“ anzuwenden, wie z. B. die Entfernung zu Einrichtungen und die Vermeidung von Grünflächen. Später kann KI zusätzlich dabei helfen, visuelle Anforderungen anhand von Straßenfotos zu überprüfen.“

Lernen in einem offenen Team

Obwohl sein Auftrag größtenteils individuell war, fühlte sich Robert-Jan sofort als Teil des Teams. „Ich nahm an den täglichen Stand-up-Meetings teil. Das gab mir Struktur und machte es mir leicht, um Hilfe zu bitten. Bart half mir sehr bei geografischen Daten, und ich konnte ihm wiederum bei technischen Fragen helfen. Diese Interaktion war sehr wertvoll.“

Zukunftspläne: Von der Abschlussarbeit zum Produkt

Der von Robert-Jan entwickelte Algorithmus ist fast bereit für die Implementierung in EVMaps. „Das Schönste daran ist, dass meine Abschlussarbeit nicht in einer Schublade verschwindet, sondern tatsächlich genutzt wird. Das kann Kommunen und Unternehmen in Zukunft viel Zeit sparen.“

Und das ist erst der Anfang. Seit September ist Robert-Jan offiziell als Softwareentwickler bei EVTools tätig. „Ich möchte den Algorithmus weiterentwickeln, beispielsweise durch Hinzufügen von Prognosedaten. Dann kann das System sogar vorhersagen, welche Standorte am rentabelsten sind. Das könnte ein wirklich einzigartiges Produkt werden.“

Warum EVTools?

Was würde er Studenten sagen, die erwägen, ihre Abschlussarbeit bei EVTools zu schreiben? „Es ist ein sehr offenes Team, in dem man Raum zum Experimentieren und Lernen bekommt. Ich konnte sofort mitmachen und fühlte mich sofort willkommen. Und es ist toll, dass die eigene Arbeit sofort Wirkung zeigt.“

Mit seiner Neugier, seiner technischen Kreativität und seiner praktischen Herangehensweise ist Robert-Jan eine perfekte Ergänzung für das ETtools-Team. Und wer weiß, vielleicht kommt die intelligente Ladestationsplanung von morgen ja aus seiner 3D-gedruckten Tastatur.

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