Ladestationen im Stadtteil? Dann auch Beteiligung in der Straße.Das ist die Linie, die immer mehr Gemeinden verfolgen – und das zu Recht. Die Einbeziehung der Einwohner in Veränderungen ihres Lebensumfelds ist kein unverbindlicher Schritt, sondern eine Grundvoraussetzung für Akzeptanz und Durchführbarkeit.
In der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben 32 Gemeinden in Brabant und Limburg mit der Beteiligung an der Einführung öffentlicher Ladestationen begonnen. EVTools hat gemeinsam mit seinen Partnern die Auswirkungen verschiedener Ansätze untersucht – und die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache.
Große Unterschiede in der Resonanz
Partizipation wird immer häufiger zu einem festen Bestandteil der Politik. Dennoch sehen wir in der Praxis große Unterschiede in der Anzahl der Reaktionen der Einwohner. Während die eine Gemeinde mehrere Reaktionen pro Standort erhält, bleibt die Resonanz in anderen Gemeinden begrenzt.
EVTools analysierte gemeinsam mit Partnern die Strecken von über 3.700 Ladestationen. Das Ergebnis:
- 🔵Mit Unterstützung von EVTools
→ Durchschnittlich 2,5 Reaktionen pro Ladestation (1.181 Standorte) - ⚪️Bei eigenständig durchgeführten Projekten
→ Durchschnittlich 1,4 Reaktionen pro Ladestation (2.569 Standorte)
Das ist ein Unterschied vonüber 79 %in der Resonanz.
Warum ist das wichtig?
Mehr Reaktionen liefern nicht nur mehr Erkenntnisse, sondern sorgen vor allem fürmehr Akzeptanz. Die Bewohner fühlen sich ernst genommen. Dies verhindert Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung und Umsetzung, beispielsweise bei Verkehrsentscheidungen oder Einspruchsverfahren.
🔍 Was macht den Unterschied?
Die leistungsstärksten Projekte wiesen eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf:
- Klare Kommunikation über Einfluss und Rahmenbedingungen
Was dürfen Einwohner entscheiden und was nicht? Transparenz verhindert Enttäuschungen. - Frühzeitige Einbindung
Nicht erst, nachdem der Plan fertig ist, sondern schon bevor er ausgearbeitet wird. - Zugängliche Mittel
Denken Sie an eine benutzerfreundliche Online-Karte, aber auch an Offline-Alternativen für weniger digital versierte Zielgruppen. - Anschluss an die Wahrnehmung der Bewohner
Keine abstrakte Politik, sondern konkrete Auswirkungen:„Wie verändert sich dadurch meine Aussicht, mein Bürgersteig, mein Parkplatz?“
📣 Was bedeutet das für Ihre Gemeinde?
Die Lehre aus diesen Zahlen ist klar:Partizipation funktioniert, vorausgesetzt, man organisiert sie richtig. Mit dem richtigen Ansatz steigert man das Engagement, verringert Widerstände und erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit von Politikmaßnahmen.
Möchten Sie wissen, wie Ihre Gemeinde die Beteiligung effektiver gestalten kann? Unsere Berater denken gerne mit Ihnen mit – von der Kommunikationsstrategie bis zur Gestaltung des Beteiligungsprozesses.


