Warum erstellen wir Prognosen und für wen sind sie bestimmt?
Die Erstellung genauer Prognosen für die Ladeinfrastruktur ist für Behörden und politische Entscheidungsträger von entscheidender Bedeutung, um den zukünftigen Bedarf zu prognostizieren und eine nachhaltige Mobilität zu unterstützen. Wir prognostizieren das Wachstum von Elektrofahrzeugen und Ladestationen, was bei der Planung des öffentlichen Raums und der Sicherstellung ausreichender Ladekapazitäten hilft. Damit tragen wir zu einem reibungslosen Übergang zum Elektroverkehr bei und unterstützen lokale und regionale Behörden bei der Verwirklichung ihrer Nachhaltigkeitsziele.
Welche Quellen verwenden wir und warum sind sie relevant?
Unsere Prognosen basieren auf sozioökonomischen Datenquellen. Wir betrachten unter anderem:
- CBS: Fürdemografische Erkenntnisse zur Bestimmung eines sozioökonomischen Trends, wobei insbesondere mittlere und hohe Einkommen von Bedeutung sind;
- RDW:Für aktuelle Fahrzeuginformationen und -registrierungen unter Berücksichtigung des Registrierungsortes von elektrischen Leasingfahrzeugen;
- Katasteramt:Für genaue Standortdaten und Eigentumsinformationen zu Wohngebäuden, Nutzgebäuden und öffentlichen Einrichtungen.
- BGT: Zureinheitlichen Erfassung physischer Objekte im öffentlichen Raum, darunter Gebäude, Straßen, Gewässer, Eisenbahninfrastruktur und Grünanlagen;
- LISA:Das Beschäftigungsregister, anhand dessen die Zahl der Pendler pro Region ermittelt wird.
Durch die Kombination dieser Daten entsteht ein vollständiges Bild der aktuellen Situation und des erwarteten Wachstums des Ladebedarfs.
Methodik und Grundsätze
Die Prognose basiert auf einer Kombination aus statistischen Daten, Szenarioanalysen und der räumlichen Verteilung von Angebot und Nachfrage. Dabei berücksichtigen wir:
- BenutzergruppenBei der Prognose berücksichtigen wir
- Bewohner:Einkommensniveau, Anzahl der Wohnungen, Fahrzeugbesitz und Verfügbarkeit von privaten Ladestationen;
- Pendler: Beschäftigung, Reiseverhalten und Anteil der Autofahrer;
- Besucher: Standortmerkmale von Einrichtungen, Parknormen und Fläche.
- Verteilung des Ladebedarfs: In der Prognose wird unterschieden zwischen „
- der öffentliche Bereich:Ladestationen auf der Straße, die jederzeit zugänglich sind;
- der halböffentliche Bereich:Ladeeinrichtungen beispielsweise bei Unternehmen, Sportvereinen oder Supermärkten, die teilweise zugänglich sind;
- die private Domäne Lademöglichkeitenbei Wohnhäusern oder auf eigenem Gelände.
Räumliche Granularität:Die Prognosen werden auf einer feinmaschigen Ebene (z. B. Sechsecke von 250 Metern) ausgearbeitet, sodass lokale politische Maßnahmen besser begründet werden können.
Das Ergebnis
Die Prognosen werden in die Kartenumgebung EVMaps geladen, die einen Überblick über die erwartete Anzahl von Elektrofahrzeugen und Ladestationen pro Gebiet gibt:
- Die Gesamtzahl der Elektrofahrzeuge pro Jahr;
- Die Aufteilung nach Benutzergruppen;
- Der Grad, in dem Ladestationen zwischen Gruppen geteilt werden.
Die Ergebnisse werden zur Erstellung von Planungskarten verwendet, in denen die Prognose mit politischen Zielen, der bestehenden Infrastruktur und aktuellen Verbrauchsdaten kombiniert wird. So entsteht ein konkreter Umsetzungsplan für den Ausbau öffentlicher Ladeeinrichtungen.


